[Infocafé] Kommende Veranstaltungen

Rojava – Basisdemokratie und Selbstverwaltung in Syrien
19.04.2018 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Während des syrischen Bürgerkriegs konnte eine rätedemokratische
Selbstverwaltung etabliert werden, welche unter dem Namen „Rojava“
bekannt wurde. Die dort lebenden Menschen bauen eine Gesellschaft im
Sinne des „Demokr. Konföderalismus“ auf. Basisdemokratie,
Frauenbefreiung, Ökologie sowie solidarisches Arbeiten stehen im
Vordergrund. Der Impuls zur Selbstverwaltung in Rojava kam aus der
kurdischen Bewegung. Dadurch nahm auch das Interesse an der kurdischen
Freiheitsbewegung weltweit zu. Wir wollen die Frage nach den Ursachen
und den aktuellen Entwicklungen beantworten:

    • Wie entstand die Bewegung?
    • Wie konnte die Selbstverwaltung etabliert werden und woraus besteht diese?
    • Welche Probleme gibt es und was hat das mit uns zu tun?

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Kritik an der Konsumkritik?
17.05.2018 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Um etwas gegen die schlimmen Zustände (Hunger, Ausbeutung,
Umweltverschmutzung etc.) auf dieser Welt zu unternehmen, ändern manche
Menschen ihr Konsumverhalten:
Es soll weniger und wenn, dann bio, fair trade oder nicht bei bestimmten
Konzernen gekauft werden. „Unechte“ Bedürfnisse sollen erkannt werden,
back to basics. Wir wollen diskutieren, warum diese Antwort
notwendigerweise zu kurz greift und Strategien besprechen, um wirklich
endlich Schluss zu machen mit Armut, Hunger und Krieg.

Der Vortrag ist so konzipiert, dass kein Vorwissen nötig ist, sondern
jede_r kommen und mitdiskutieren kann

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Flucht und Migration durch den Klimawandel
21.06.2018 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Der Klimawandel ist in aller Munde. Es geht um den Anstieg des
Meeresspiegels und drohende Dürren. Doch nicht alle Menschen sind
gleichermaßen verantwortlich und nicht alle Menschen sind gleichermaßen
betroffen. Während die einen jahrzehnte lang ihren Wohlstand auf Kosten
des Klimas aufgebaut haben, müssen andere jetzt mit den Konsequenzen
umgehen, denn während z.B die Niederlande einfach höhere Dämme baut, ist
Bangladesch dem steigenden Meer schutzlos ausgeliefert. Der Klimawandel
wird sich nicht mehr ganz aufhalten lassen. Um so wichtiger sich mit der
Situtaion der Betroffenen auseinander zu setzten und Wege der
Solidarität zu finden. Das wollen wir gemeinsam mit euch und der
BUNDjugend BW tun.

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Kohle stoppen – Klima Schützen
19.07.2018 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

In den Kohlerevieren werden Dörfer abgebaggert, Wälder gerodet und
Menschen aus ihren Heimen verdrängt. Klima, Kultur und Natur werden dem
Profit von Energiekonzernen geopfert. Inselstaaten sind vom Untergang
durch den Meeresanstieg bedroht, Hurrikans und Dürren nehmen zu. Schon
heute zerstört der Klimawandel die Lebensgrundlagen vieler Menschen im
Globalen Süden und verschärft die Krisen vor Ort. Mit jeder Tonne
verheizter Braunkohle wird eine Tonne an Kohlendioxid freigesetz. Die
Braunkohle ist damit Sinnbild einer profitorientierten
Energiewirtschaft, ohne Rücksicht auf ökologische und soziale Folgen.
„Ende Gelände“ stellt sich und ihre Aktionen der letzten Jahre vor: Mit
Mitteln des Zivilen Ungehorsams für Klimagerechtigkeit!

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– Eintritt, Kaffee und Kuchen gegen Spende! –

[Infocafé] Argumentationsworkshop gegen Rechts

15.03.17 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Ob am Stammtisch, in der Schule oder am Arbeitsplatzt. Egal ob im nahen Umfeld oder in der Öffentlichkeit, überall sind rechte Sprüche oder rassistische Parolen zu hören. Nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise erlebt rassistisches und nationalistisches Gedankengut einen neuen Aufschwung.

Aber wie dem etwas entgegensetzen? Wie soll man dagegen argumentieren? Oft fällt es schwer, seine Gedanken als schlagfeste Argumente zu verpacken. Und wann lohnt sich eine Diskussion überhaupt? Wann ist es besser, sich gar nicht auf eine Diskussion einzulassen?
Über dieses Thema und diese Fragen wolle wir euch aufklären und zeigen, wie man effektiv gegen rechte und rassistische Positionen argumentiert.
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– Kaffee, Kuchen und Eintritt gegen Spende –

08. März 2018 – Internationaler Frauenkampftag – Gemeinsam mit allen Geschlechtern!

Gemeinsam mit allen Geschlechtern

Am 8. März ist internationaler Weltfrauen*kampftag, dieser wurde 1910 von einer internationalen sozialistischen Frauenkonferenz ins Leben gerufen. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen auf die Straße für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen* und um den Kampf gegen das Patriarchat, Sexismus und die kapitalistische Ausbeutung zu unterstützen. Trotz der Durchsetzung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor inzwischen 100 Jahren und obwohl in vielen Ländern der Erde die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Papier gesetzlich verankert ist, werden in der Realität die Frauenrechte von einer weltweiten Rechtsentwicklung vieler Regierungen mit Füßen getreten.

Das Patriarchat ist überall – an jedem Tag

Nicht nur am 8. März steht der Kampf für Gleichberechtigung auf der Tagesordnung. Dieser ist alltäglich: bei der Arbeit, zu Hause oder im gesellschaftlichen Zusammenleben. Wir leben in einer Gesellschaft, die durchdrungen ist von ausbeutenden, zerstörerischen patriarchalen Strukturen. Sie sind Grundlage dafür, dass sich die Diskriminierung, Benachteiligung, die psychische wie auch körperliche Gewalt gegenüber Frauen* fortsetzt. So sind Frauen* ständig offener und verdeckter Gewalt ausgesetzt. Vom Alltagssexismus über sexuelle Belästigung bis hin zu sexualisierter oder häuslicher Gewalt. Auch reproduktive Rechte wie sexuelle Selbstbestimmung, das Recht auf Familienplanung, Gesundheitsvorsorge und Abtreibung sind grundlegend und müssen für Frauen* auf der ganzen Welt erkämpft werden!

Kein Feminismus ohne Antirassismus

In einer Welt, in der Abschottungspolitik, Ausbeutung, Flucht und Unterdrückung herrscht, sehen wir rechtspopulistische und antifeministische Haltungen an Boden gewinnen, die diese Prozesse unterstützen und vorantreiben. Auch verbreiteten jüngst Rechte Frauen unter dem Hashtag #120dB ein Video, worin Sie vor allem Einwanderer für sexualisierte Gewalt gegen Frauen* verantwortlich machen, und zum Widerstand gegen „importierte Gewalt“ aufrufen. Dahinter steckt die rechtsextreme “Identitäre Bewegung“. Rechtsextreme kapern so die Forderung nach Frauenrechten. Dem wollen wir uns mit aller Kraft entgegen stellen!

Frauen* die kämpfen sind Frauen* die leben

Da macht es Mut, dass in den letzten Jahren weltweit und massenhaft Frauen und ihre Verbündeten aufstehen: Millionenfache Frauen*power gegen Trump, in der Metoo-Bewegung gegen Sexismus und Gewalt, in Polen, Ungarn und Irland gegen die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, gegen die Degradierung der Frauen als Gebärmaschinen in der Türkei, in Deutschland streikten und protestierten Frauen* aus der Pflege, Krankenhäusern, Altenheimen, Hebammen und Erzieherinnen gegen Lohndiskriminierung, Leiharbeit und für menschenwürdige Pflege und Arbeitsbedingungen. Die Bewegung „Nein heißt Nein“ erstritt 2016 die Verschärfung des Sexualstrafrechts.

Kundgebung am 8. März um 17:30 Uhr auf dem Reutlinger Marktplatz

Im Kampf gegen das Patriarchat und solidarisch mit den Frauen*kämpfen auf der ganzen Welt gehen wir am 8. März gemeinsam auf die Straße um ein Zeichen gegen Sexismus, Homophobie und Unterdrückung zu setzen. Wir fordern, Schluss zu machen mit struktureller Unterdrückung und sexualisierter Gewalt. Schluss zu machen mit ökonomischer Ausbeutung und patriarchalen Rollenbildern. Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen frei über ihr Leben, ihre
Arbeit und ihren Körper entscheiden können. Wir kämpfen gemeinsam dagegen, dass wir belächelt, benutzt, verdrängt, fremdbestimmt, geschlagen und vergewaltigt werden, egal ob zu Hause, in der Öffentlichkeit oder anderswo!

Wir stellen uns gegen jede Ungleichheit und Benachteiligung von Frauen* und werden solange kämpfen, bis die Gleichberechtigung hergestellt ist!

Gegen Unterdrückung und Gewaltherrschaft! Für geschlechtliche und sexuelle
Selbstbestimmung!
Jin! Jiyan! Azadî!

Offener Brief an Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrte Pressevertreter*innen,

wir möchten den offenen Brief des Reutlinger AfD-Kreisvorstandes an uns, ROSA (Reutlingen for Organisation, Solidarity and Actions) und die Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, nicht unkommentiert stehen lassen. Im Folgenden beziehen wir Stellung und schildern unsere Sicht der Dinge.

ROSA – die „Reutlinger Antifa-Gruppe“?
Wir sind überwiegend junge, politisch interessierte Menschen, die einmal im Monat zu einem „Offenen Treffen“ im Haus der Jugend zusammenkommen.
Gegründet hat sich ROSA im Januar 2017, da unter anderem vermehrt rechte Aktivitäten in und um Reutlingen wahrzunehmen waren. Für uns ist ROSA eine notwendige Plattform zur Vernetzung interessierter und engagierter Menschen um dem Bestehenden alternative Konzepte des solidarischen Miteinanders entgegenzusetzen.
Bei den barrierefreien ROSA-Treffen ist jede*r willkommen, egal welchen Alters, Geschlechts, etc., solange er*sie weder andere diskriminiert noch menschenverachtende Hetze verbreitet.
So ist jede*r dazu eingeladen sich ein Bild von uns und unserer Arbeit zu machen, die – entgegen der Behauptungen der AfD – nicht aus „behindern der demokratischen Arbeit anderer Parteien“ besteht.
Unser respektvoller Umgang auf Augenhöhe ermöglicht einen Raum, in welchem jede*r Gehör findet, eigene Ideen einbringen und sich in Diskussionen austauschen kann. Gemeinsam organisieren wir die verschiedensten Aktionen und Workshops gegen jede Art von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Die Grundlage hierfür bilden wir durch eine diskriminierungsfreie Kommunikation. Durch Dialog und Kritikfähigkeit sind wir stetig dabei uns selbst zu hinterfragen und weiterzubilden.
Mit diesem Anliegen haben wir im letzten Jahr die Veranstaltungsreihe „ROSA – Infocafé“ gegründet. Einmal im Monat öffnen wir seither die Räumlichkeiten des Haus der Jugend und laden bei Kaffee und Kuchen zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit verschiedensten, gesellschaftspolitischen Themen ein.
Wir haben großes Interesse an einem offenen Diskurs über Gesellschaft, Politik, das eigenständige Projekt ROSA und die Art und Weise wie wir gegen diejenigen Verhältnisse arbeiten, die ganz systematisch die allgegenwärtige Ausgrenzung, Konkurrenz und Diskriminierung fördern oder gar erst hervorbringen.
So haben wir zum Beispiel im Januar zu einer Podiumsdiskussion eingeladen um mit Vertreter*innen verschiedenster Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen einen Dialog zum Thema Blockaden (im Bereich der Anti-Nazi-Arbeit, in Arbeitskämpfen und innerhalb sozialer Bewegungen) zu ermöglichen.
Alle unsere Veranstaltungen bewerben wir immer öffentlich, online wie offline, und freuen uns sehr über all jene, die sich daran beteiligen.

Wir wollen nicht darüber diskutieren, ob Rassismus legitim ist, ob Schießbefehle verhältnismäßig sind, oder ob man Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen kann.
In dem von der AfD am 29.01.2018 verfassten Schreiben fordert sie ROSA zum „gewaltfreien Austausch von Argumenten“ auf. Gerne setzen wir uns öffentlich mit Vertreter*innen der AfD zusammen, wenn diese ein ernsthaftes Interesse daran haben sollten, sich kritisch mit den eigenen Inhalten auseinander zu setzen. Gerne erklären wir der AfD, was wir an ihren hinreichend bekannten Positionen falsch finden, wieso wir dieses teilweise für unvereinbar mit unserem Grundgesetz halten, warum für uns allein Ihre Standpunkte ein Ausdruck von Gewalt sind und wie wir dies begründen. Damit hätte sich die AfD allerdings, zum Beispiel anhand unserer Redebeiträge auf der Kundgebung gegen den Neujahrsempfang am 19.01.2018, bereits auseinandersetzen können.
In der Öffentlichkeit wurde der AfD und ihren menschenverachtenden Positionen schon mehr als genug Aufmerksamkeit geschenkt. Deshalb sehen wir weder den Bedarf noch erachten wir es als sinnvoll, den Standpunkten der AfD im Rahmen eines öffentlichen Podiums erneut eine Bühne zu bieten. Denn für uns als ROSA stehen diese Ansichten nicht zur Diskussion.
Der Aufforderung zu einer Podiumsdiskussion nicht nachzukommen, sehen wir dabei keinesfalls als undemokratisch, sondern ganz im Gegenteil, als den für uns einzig vernünftigen Umgang einer demokratischen Gesellschaft mit der AfD, der nicht zu einer Normalisierung dieser Partei und ihrer Forderungen führt.
Die sachliche Diskussion und Auseinandersetzung mit Fakten verliert diese Partei jedes Mal. Das haben unzählige Talkshows und Podiumsdiskussionen in der Vergangenheit gezeigt. Leider ist das den Mitgliedern und Sympathisanten der AfD, unter denen sich neben Neurechten auch waschechte Neonazis und Antisemiten tümmeln, völlig egal. Denn für diese Partei gibt es nur einen Standpunkt und das ist ihr eigener!
An der Meinung des Gegenübers haben sie nur dann Interesse, wenn sie nützlich ist, die AfD als normale Partei zu inszenieren. Auch die besten Argumente verändern nichts an deren Denkweise – das haben sie weder in der Vergangenheit, noch werden sie es zukünftig tun.
Fakten dienen der AfD maximal als Mittel zum Zweck, nämlich um sich derer zu bedienen, die gerade zu der eigenen Position passen – den Rest blenden sie gekonnt aus.
Insofern könnte die AfD es als Erfolg verbuchen, wenn eine solche Veranstaltung überhaupt stattfände, denn es wäre ihnen und ihrer nationalen, rassistischen und rückwärtsgewandten Ideologie erneut eine Bühne geboten. Aus diesem Grund wird ROSA nicht dazu beitragen, dass diese Partei als ein alltäglicher Teil der öffentlichen Meinungsbildung angesehen wird. Daher werden wir der AfD auch weiterhin so begegnen, wie es nötig ist: Mit öffentlichem Protest, Informationsveranstaltungen und Widerstand. Das haben wir bisher erfolgreich getan, was sich allein schon darin zeigt, dass die AfD ein im Haus der Jugend stattfindendes, öffentliches Treffen zum Anlass nimmt, um sich in einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin lächerlich zu machen.

Gerne bieten wir der AfD an, in Zukunft von unseren Kundgebungen abzusehen – wenn Sie im Gegenzug auch keine Veranstaltungen mehr organisiert.
In einer Gesellschaft, die für die freie politische Betätigung und Meinungsäußerung aller einsteht, solange dies mit dem Grundgesetz vereinbar ist, hat jede demokratische Partei das Anrecht darauf, eine Veranstaltung durchzuführen.
Das Recht darauf dies gänzlich ungestört und unwidersprochen zu tun, hat sie allerdings nicht. Es ist eine ironische Höchstleistung der AfD, sich selbst in ihrem Schreiben als demokratisch hervorzuheben und zeitgleich von der Stadtverwaltung das Verbot einer Gegenkundgebung zu fordern, die durch das Versammlungsrecht gedeckt ist.
Zudem stützt die AfD diese Forderung unter anderem auf Vorfälle im Zusammenhang mit Kundgebungen in der Vergangenheit, zu denen ROSA nicht aufgerufen hat.
Unabhängig davon rechtfertigt sich das Verbot einer Kundgebung daraus keinesfalls, wie die Rechtsprechung festgestellt hat.
Wir stehen für einen friedlichen Gegenprotest, wie er am 19.01.2018 stattgefunden hat und werden auch bei zukünftigen Veranstaltungen der AfD dazu aufrufen.
Die AfD bezeichnet sich selbst als demokratische Partei. Entsprechend muss sie Widerstand aushalten, gar annehmen und lernen damit umzugehen.

Die Forderungen, uns den Raum im Haus der Jugend zu entziehen, können wir ebenso wenig nachvollziehen.
Wir bieten für die Jugend ein Angebot, das wie geschaffen ist für die Satzung des Stadtjugendrings als Träger und der Hausordnung des Haus der Jugend nicht widerspricht. Ganz im Gegenteil, wir tragen aktiv zu deren Umsetzung bei.

ROSA leistet einen wichtigen Beitrag für ein friedliches und respektvolles Miteinander in der Stadt Reutlingen und wir werden es nicht zulassen, dass die AfD versucht. Andersdenkenden Räume zu entziehen.

Haben Sie Fragen oder sollte Gesprächsbedarf bestehen, wenden Sie sich gerne jederzeit an uns.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen
ROSA – Reutlingen for Organisation, Solidarity and Actions

 

Hier finden Sie den Brief (inkl. Fußnoten) als PDF-Download.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression

Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf die Rechtshilfegruppe Tübingen Aufmerksam machen. Solltet ihr in rechtlicher Hinsicht Unterstützung brauchen, wendet euch bitte Sie!

„Wir versteht uns als Solidaritätsgruppe, die sich zur Aufgabe machen will, politisch Verfolgte der Linken in rechtlicher Hinsicht zu unterstützen. Der wichtigste Zweck staatlicher Verfolgung ist, diejenigen, die gemeinsam auf die Straße gegangen sind, durch Herausgreifen Einzelner voneinander zu isolieren und durch exemplarische Strafen Abschreckung zu bewirken. Repression geht uns alle an! Die Rechtshilfe Tübingen versteht sich deshalb explizit als strömungsübergreifend und parteiunabhängig. Unsere Hilfe bieten wir allen an, die wegen – und ausschließlich – ihres politischen Handelns verfolgt werden.“

Hier der Kontakt

Außerdem könnt ihr euch an OUT OF ACTION wenden.

„Out of Action ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert. Wir bieten emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und unterstützen einen solidarischen Umgang miteinander auch durch Informationsveranstaltungen.“


Hier ebenfalls der Kontakt

Auch könnt ihr euch natürlich jederzeit an ROSA wenden, wir werden dann mit euch gemeinsam schauen, wo und wie wir euch supporten können!

Nachtrag zur Kundgebung gegen den AfD Neujahrsempfang

Wir sind sprachlos!😧

„[…] „Wir haben Parolen gerufen. Meine Tochter hatte eine Trillerpfeife.“ Alle Proteste, beteuern die beiden, hätten sich aber keineswegs gegen die Polizei gerichtet, sondern gegen die AfD und ihre Unterstützer.

Und dann sei die Situation „wie aus heiterem Himmel“ plötzlich eskaliert. Drei martialisch wirkende Polizisten in Kampfmontur seien auf sie zugenommen. Sie habe noch gedacht, die wollen vorbei und wollte Platz machen, doch dann hätten sie auch schon ihre Tochter gepackt, die sich bei ihr untergehakt hatte. Ihre erste Reaktion sei gewesen, da kann es sich nur um eine Verwechslung handeln. Ihre Tochter hätte sich krampfhaft an ihr festgeklammert. Sie selbst habe diese instinktiv festgehalten, weil sie verhindern wollte, dass sie getrennt werden. „Das ist meine Tochter, die ist noch minderjährig“, habe sie gerufen. Daraufhin habe einer gesagt, „dann nehmen wir die Mutter auch noch mit“. […]“ (Tagblatt)

Der vollständige Artikel

Auch das OTFR berichtet in einer Pressemitteilung:
“ […] So kam es beispielsweise zu starken Schlägen mit Schlagstöcken. Mindestens fünf Antifaschist*innen wurden unter fadenscheinigen Gründen festgenommen und auf das Reutlinger Polizeirevier in der Burgstraße verfrachtet.[…]“

Hier die vollständige Pressemitteilung

Unsere Solidarität gilt den Betroffenen von Polizeigewalt und wir hoffen, dass ihr euch schnell wieder erholt.
Wenn ihr Fragen habt, wendet euch gern an uns!

Pressemitteilung zur Kundgebung von ROSA bezüglich des AfD-Neujahrsempfangs

Das offene Treffen Reutlingen for Organisation, Solidarity and Actions (ROSA) hat heute
(19.01.2018) Abend zu einer Kundgebung gegen den AfD-Neujahrsempfang der AfD im Spitalhof, Reutlingen mobilisiert.

Um 17:30 Uhr haben sich daher etwa 300 Menschen auf dem Marktplatz versammelt um gemeinsam ein Zeichen gegen die Menschenfeindlichkeit der AfD zu setzen.
Wir freuen uns, dass trotz des schlechten Wetters so viele Menschen zusammengekommen sind, um lautstark gegen die Veranstaltung der AfD zu protestieren. Auf der Kundgebung waren unter anderem Vertreter*innen verschiedenster Parteien, Gewerkschaften und linker Gruppierungen anwesend.
Nach einem kurzen Soundcheck und etwas Musik wurden fünf Redebeiträge gehalten.
Die Kundgebung wurde durch einen Beitrag von ROSA eröffnet, darauf folgten weitere Beiträge des Kulturschock Zelle e.V., der DIE LINKE. Kreisverband Reutlingen und der MLPD.
Auch hat ein Geflüchteter aus Afghanistan seine Gedanken und Erfahrungen mit den Anwesenden geteilt.

Im Redebeitrag von ROSA wurde über den möchtegern „Abschiebeminister“ Markus Frohnmaier alias „Frontmaier“ (AFD-Jargon) berichtet. Dieser studierte bis vor Kurzem Jura in Tübingen und strebt nun die Spitze der Regierung an. Seit September 2017 sitzt er erstmals im Bundestag und ist Vorsitzender der Jungen Alternative. Frohnmaier solidarisiert sich zum Beispiel mit der
rechtsextremen und islamfeindlichen German Defence League (GDL) und äußerte dazu: „Es gibt Dinge der GDL, mit denen ich konform gehe. Ich möchte wie sie, dass dieses Land nicht arabisch- islamisch geprägt ist.“ Weiter zitierte ROSA Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland, Landesrichter Jens Maier, und Staatsanwalt Thomas Seitz, deren Aussagen die AfD und ihre rechte Gesinnung offen legen.

Die Zelle fokussierte sich in ihrem Redebeitrag auf die sexistischen Thesen der AfD und hat in diesem Zuge auch eine neue Bezeichnung für die Partei genannt: Antifeminist*innen Deutschlands.
Die AfD zementiere unter anderem „klischeebehaftete Geschlechterrollen und Heterosexualität“ und machte sich neben der Wiedereinführung des Verschuldungsprinzips bei Scheidungen zudem für weniger staatliche Unterstützung Alleinerziehender stark.
Des weiteren ging die Zelle auf das Bestreben der AfD zur gesetzlichen Minimierung von Abtreibungen und damit auch zur Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen ein.

In dem Redebeitrag des Geflüchteten wurde deutlich gemacht, dass die Flüchtlinge nicht für die soziale Ungleichheit verantwortlich sind, auf dessen Argumentationsgrundlage sich viele AfD-Abgeordnete und AfD-Wähler*innen stützen. Die Geflüchteten sind weder für die Inkrafttretung von HartzIV, noch für den Abbau sozialen Wohnungsbaus verantwortlich. Ursache seien einzig die Entscheidungen der Regierung, welche von den Bürgern Deutschlands demokratisch gewählt wurde.

Wir bedanken uns bei allen Redner*innen und Anwesenden, die sich heute auf dem Marktplatz eingefunden haben für ihre Unterstützung.

Wir alle haben wiedermal gezeigt: Wo die AfD auftaucht, formiert sich Protest, denn: „Keiner
braucht die AfD, weder in Reutlingen, noch sonst wo!“
Nachdem die friedliche Kundgebung für beendet erklärt wurde, machte sich etwa die Hälfte der Anwesenden in Richtung Spitalhof auf, um ihren Protest direkt gegen die AfD zu artikulieren.
Wir hoffen, dass alle Teilnehmenden gut nach Hause gekommen sind und freuen uns, bald noch mehr Menschen bei einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Aktuelle Termine sind auch auf unserer Facebookseite zu finden.

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Außerdem wollten wir uns beim Radio Wüste Welle bedanken! Schon gestern Abend um 21 Uhr waren unsere Redebeiträge dort zu hören.
Die Aufzeichnungen zum Nachhören und Downloaden findet ihr hier:
Redebeiträge Kundgebung

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Auch die Presse wollen wir hier nicht unerwähnt lassen.
Der Reutlinger General-Anzeiger berichtet:

„[…] Im Vorfeld des AfD-Neujahrsempfangs hatte die Initiative Rosa (Reutlingen for organisation, solidarity and actions) zur Protest-Kundgebung aufgerufen und rund 250 – überwiegend junge – Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Darunter Vertreter von »Zelle«, Montagsdemo und IG-Metall-Jugend, von Linkspartei und Schwulen- sowie Lesben- verbänden. Sie alle bereiteten den Besuchern der AfD-Veranstaltung einen lautstarken und denkbar unangenehmen Empfang, der mit Fug und Recht als Spießrutenlauf bezeichnet werden darf.

Unüberhörbar war sie, diese Demonstration des linken AfD-Widerstands, aber auch friedlich. Womit sich zumindest eine Hoffnung erfüllte, die Rosa-Sprecherin Annika Janisch zu Beginn der Kundgebung im Nieselregen auf dem Marktplatz formuliert hatte: dass es zu keinen Ausschreitungen kommen möge.[…]“.

Zum vollständigen Bericht.

Und der Artikel des Schwäbischen Tagblatt (leider braucht ihr ein Abo um ihn lesen zu können)

Kundgebung gegen den AfD-Neujahrsempfang in Reutlingen

19.01.2018 – 17:30 Uhr – Marktplatz

Der AfD Kreisverband Reutlingen plant am 19.01. einen Neujahrsempfang im Reut-
linger Spitalhof zu veranstalten. Wie bereits im vergangenen Jahr ist auch diesmal
zu erwarten, dass die Veranstaltung als Organisierungstreffen der rechten Szene im
Raum Reutlingen genutzt wird.
Denn neben der hausgemachten Hetze der AfD-Politiker bieten diese Events eine
ernstzunehmende Plattform zur Vernetzung und Präsenz rechtsradikaler Gruppen
und Strukturen, mitten in der Reutlinger Innenstadt. Und das zeigt Wirkung: Offen-
sichtlich ermutigt und von der Polizei abgeschirmt fühlen sich immer wieder Gäste
der AfD in ihren Handlungen bestärkt und schreiten zur Tat: Vom Hitlergruß hinter
Polizeischutz bis zu Todesdrohungen gegen Demonstranten war bereits alles mit
dabei, die Presse berichtete.
Die AfD selbst zeigt derweil keinerlei Anzeichen, Rechtsradikale von ihrer Veranstal-
tung auszuschließen und ein ernsthaftes Zeichen der Distanzierung zu setzen. Wie
denn auch, ist sie doch von deren Wählerstimmen abhängig und sympathisieren
ihre Mitglieder doch nach wie vor mit Gruppen wie der Identitären Bewegung und
deren Fantasien von ethnisch „reinen“ Völkern. Es bleibt daher nur ein Fazit: Die
AfD ist eine Sammelbewegung aus Rechtspopulisten sowie waschechten Neonazis,
Antisemiten und Rassisten. Sie muss als solche erkannt und bekämpft werden. Die
AfD darf nicht als normale Partei betrachtet werden. Sie ist der parlamentarische
Überbau einer neurechten Bewegung, die versucht ihre Vorherrschaft auch auf der
Straße zu erkämpfen. Es geht also nicht nur um Wahlen, es geht nicht um Symbolpo-
litik, es geht um unsere Gesellschaft, darum, dass wir uns auch weiterhin in Reutlin-
gen bewegen können, ohne ständig Neonazis oder rechten Gruppen zu begegnen
und Angst vor menschenverachtenden Übergriffen haben zu müssen. Denn mit jeder
erfolgreichen Veranstaltung wächst das Selbstvertrauen dieser Leute und damit auch
ihr Aktionsradius in Reutlingen. Wir wollen das nicht zulassen und werden deshalb
– wie bereits im vergangenen Jahr – die Events der AfD zum Desaster machen!

Deshalb rufen wir zu lautstarken Protesten direkt am Ort der
Veranstaltung auf! Kommt zahlreich und bringt Transparente,
Trillerpfeifen und eure Freund*innen mit!

##### Zur Person: Markus Frohnmaier #####

Dem Gast des diesjährigen Neujahrsempfang des AfD – Kreisverband Reutlingen und ehemaligen Vorstand der jungen Alternative wird die Nähe zur extrem rechten German Defense League nachgesagt.

Markus „Frontmaier“ Frohnmaier war Sprecher von Frauke Petry und von Alice Weidel. Seit September sitzt er nun im Bundestag

Vorwürfe gegen Jungpolitiker Frohnmaier – Badische Zeitung

Der radikale AfD Nachwuchs – ZDF

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Hier das Plakat (DINA3) und der Flyer (DINA5) zum selber drucken 😉
neujahrsempfang-plakat
neujahrsempfang-flyer

Infocafé – kommende Veranstaltungen

An der tödlichsten Grenze der Welt – Einsatzbericht Mittelmeer
21.12.17 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Das Mittelmeer hat sich in den letzten Jahren zur tödlichsten Grenze der Welt entwickelt. Jährlich sterben mittlerweile tausende Menschen bei der Überfahrt nach Europa. Aus dieser Situation heraus haben sich einige NGOs gebildet, die mit vielen freiwilligen Helfer*innen und eigenen Schiffen Seenotrettung im Mittelmeer betreiben.
Der Referent dieses Vortrags, Ruben Neugebauer, „Sea-Watch“ Gründungsmitglied, wird über die Entstehung des Projekts, über Einsätze auf dem Mittelmeer und über die ersten Einsätze des neu fertig gestellten Schiffs „Sea Watch 3“ berichten.
Neugebauer war zuletzt als Schnellbootfahrer teil der Crew auf der „Sea-Watch 2,“ außerdem ist er als Pilot und Projektleiter für die Luftaufklärung bei „Sea-Watch“ zuständig.
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Blockaden als Form polit. Protests – Gewalt oder Bürgerpflicht?
18.01.18 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Wir wollen mit Vertreter*innen von verschiedensten Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen einen Dialog zum Thema Blockaden ermöglichen.
Diese Veranstaltung wird in Form einer Podiumsdiskussion stattfinden. Eingeladen sind Vertreter*innen von FDP, SPD, Grüne, Die Linke, Verdi, IG Metall, Interventionistische Linke (IL) und Antifa RT/TÜ *[ART]*.
Es soll bei dieser Veranstaltung um Blockaden gehen, die sich nicht nur im Bereich der Anti-Nazi Arbeit wieder finden, sondern auch in Arbeitskämpfen oder innerhalb Sozialer Bewegungen. Natürlich muss jede politische Aktion an die jeweilige Situation angepasst werden, aber wir wollen den politischen Diskurs in Reutlingen zu diesem Thema nochmal neu entfachen.
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Der NSU – Aktives Ausblenden einer innenpolitischen Katastrophe?
15.02.18 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Um 1999 formierte sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU). Die Köpfe des NSU Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zogen trotz der Beobachtung des Verfassungsschutz durch Deutschland und ermordeten zehn Menschen, verübten drei Sprengstoffattentate sowie 15 Raubüberfälle. Erst der Tod von Mundlos und Böhnhardt 2011 stoppte das Trio. Das restliche umfangreiche Netzwerk des NSU bleibt aber bestehen.
Verfahrensfehler, falsche Fährten und Vertuschung seitens der Behörden ließen jahrzehntelangen rechten Terror zu.

Rainer Nübel ist Journalist und Co-Autor des Buches „Geheimsache NSU – Zehn Morde, von Aufklärung keine Spur“. Er wird seine Gedanken, Erfahrungen und Entdeckungen in einem Vortrag mit uns teilen.
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Argumentationsworkshop gegen Rechts
15.03.17 – 19:00 Uhr – Haus der Jugend, Reutlingen

Ob am Stammtisch, in der Schule oder am Arbeitsplatzt. Egal ob im nahen Umfeld oder in der Öffentlichkeit, überall sind rechte Sprüche oder rassistische Parolen zu hören. Nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise erlebt rassistisches und nationalistisches Gedankengut einen neuen Aufschwung.

Aber wie dem etwas entgegensetzen? Wie soll man dagegen argumentieren? Oft fällt es schwer, seine Gedanken als schlagfeste Argumente zu verpacken. Und wann lohnt sich eine Diskussion überhaupt? Wann ist es besser, sich gar nicht auf eine Diskussion einzulassen?
Über dieses Thema und diese Fragen wolle wir euch aufklären und zeigen, wie man effektiv gegen rechte und rassistische Positionen argumentiert.
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– Kaffee, Kuchen und Eintritt gegen Spende –

Es ist soweit! Wir starten das Info-Café!

Jeden 3. Donnerstag im Monat ab 19:00 Uhr öffnen wir die Tore vom Haus der Jugend und laden zu einer gemütlichen Info-Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen ein.

Es wird unterschiedlichste Themen geben, die in Form von Redebeiträgen, Filmvorführungen und Workshops dargelegt und anschließend diskutiert werden.

Jede*r ist willkommen!

—Eintritt und Verpflegung auf Spendenbasis